Darreichungsformen Basisinformation
Sporternährungsprodukte, Diaetunterstützer und eine Vielzahl weiterer Nahrungsergänzungen sind nach bestimmten Kriterien zusammengesetzt, um individuelle Ernährungsanforderungen zu erfüllen. Diese Nahrungsergänzungen – auch “Supplements” genannt, sollen helfen Ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, Ihr allgemeines Wohlbefinden, Ihre Energie und Vitalität zu steigern.
Damit Sie jedoch die jeweiligen produktspezifischen Eigenschaften optimal nutzen können, spielt neben der Qualität des verwendeten Wirkstoffes die Darreichungsform eine weitere, äußerst wichtige Rolle. Eine Nahrungsergänzung bringt nur dann die volle Wirkung, wenn neben einem hochwertigen Rohstoff auch die richtige Darreichungsform vorliegt. Wenn Qualität und Darreichungsform nicht optimal aufeinander abgestimmt sind, zeigt oftmals selbst das beste Produkt wenig, oder keine Wirkung. Darüber hinaus wird eine Nahrungsergänzung durch eine falsch gewählte Darreichungsform oft viel zu teuer. Neben einer Vielzahl von verschiedenen Darreichungsformen – vorrangig in der Medizin – haben sich im Bereich der Sporternährung einige Darreichungsformen etabliert. Nachfolgend erhalten Sie einige Informationen über die gängigsten Darreichungsformen in der Sporternährung.
Pulver:
Pulver ist immer die preiswerteste Möglichkeit der Herstellung eines Supplements. Die Darreichungsform als Pulver wird meist dann gewählt, wenn es bei der Aufnahme des enthaltenen Wirkstoffes nicht unbedingt auf eine mg-genaue Dosierung ankommt. Hierzu zählen in erster Linie die Pulverprodukte wie die klassischen Eiweißkonzentrate, zum Ausgleich eines Proteindefizites und die Weight-Gain Produkte zur Erhöhung der täglichen Kalorienaufnahme. Der Nachteil des Pulvers ist jedoch, daß der enthaltene Wirkstoff nicht immer gleichmäßig verteilt bleibt. Bei einem Produkt, das z.B. Spurenelemente enthält, kann es unter Umständen zu einer Entmischung der Wirkstoffe kommen. So können sich z.B. schwere Metallverbindungen in der unteren Hälfte einer Dose bzw. Beutel ablagern, wodurch es dann zu einer unerwünschten Überdosierung von Spurenelementen kommen kann. Deshalb sollten Sie die Darreichungsform als Pulver immer dann wählen, wenn eine exakte Dosiergenauigkeit nicht unbedingt notwendig ist.
Tabletten:
Tabletten sind aufgrund des aufwendigeren Herstellungsverfahren teurer als das Pulver. Damit der enthaltene Wirkstoff besser geformt und dosiert werden kann, werden bei der Herstellung von Tabletten oft Füllstoffe wie Kartoffelstärke oder Milchzucker zugesetzt, um überhaupt eine Tablette von annehmbarer Größe zu erhalten. Die Tablette ermöglicht im Vergleich zum Pulver eine wesentlich genauere Dosierung. Wirkstoffe mit schlech tem Geschmack sind in Form von Tabletten leichter einzunehmen. Durch die einfache Dosierung eignen sich Tabletten auch für eine schnelle und unkomplizierte Einnahme unterwegs. Der Nachteil von Tabletten ist, daß sie sich nur sehr langsam auflösen und der enthaltene Wirkstoff nur sehr langsam resorbiert werden kann. Bei einigen Produkten, wie z.B. Vitamin-Präparate – ist diese langsame, häppchenweise Freigabe des Wirkstoffes durchaus wünschenswert. Für die Einnahme unmittelbar nach intensivem Training, also zum Ausgleich eines Aminosäurendefizites ist die Tablette jedoch nicht so gut geeignet, da hier die Aufnahme der Wirkstoffe zu lange dauern würde.
Hartgelatinekapsel:
Die Hartgelatinekapsel enthält im Vergleich zur Tablette keine Preßhilfsstoffe. Lediglich die aus Gelatine bestehende Kapselhülle umgibt den Wirkstoff. Die Gelatinekapsel hat sich nach ca. 2-3 Minuten vollständig aufgelöst und gewährleistet so eine schnellstmögliche Freigabe des Wirkstoffes. Die Hartgelatinekapsel sollte dann verwendet werden, wenn eine schnelle und vollständige Resorption, exakte Dosierung und Abschirmung des schlechten Geschmacks bei einzelnen Wirkstoffen, gefordert ist. Insbesondere nach intensivem Krafttraining wie im Bodybuilding, ist die schnelle Resorption von Muskelbausteinen, also den Aminosäuren äußerst wichtig.
Im Vergleich zur Tablette läßt sich die Kapsel auch einfacher schlucken, da die Kapsel bei gleicher Wirkstoff menge wesentlich kleiner ausfällt als die Tablette und auch nicht so scharfkantig ist wie die meisten Tabletten.
Flüssigampulle:
Die Flüssigampulle ermöglicht ähnlich wie die Hartgelatinekapsel eine exakte Dosierung und eine sofortige Freigabe des Wirkstoffes. Da jedoch der Wirkstoff in gelöster, flüssiger Form vorliegt, haben die Wirkstoffe desöfteren einen schlechten Geschmack, der wiederum nur teilweise durch Aromen und Süßstoffe überdeckt werden kann. Dennoch ermöglicht die Verwendung einer Flüssigampulle die Aufnahme einer größeren Wirkstoffmenge, die im Vergleich zu den gängigen Kapselgrößen – erst durch das Schlucken von zehn und mehr Kapseln erreicht werden kann. Flüssigampullen werden oft im Produktvergleich als zu teuer bezeichnet. Sicherlich bezahlen Sie beim Kauf von Ampullen die Glasampullen auch immer mit, aber das bedeutet noch lange nicht, daß Sie auch gleichzeitig ein zu teures Produkt gekauft haben.





