Viele Sportler haben keine Mühe, Muskelmasse aufzubauen, kämpfen aber ständig gegen Fettansatz an. Am häufigsten ist dies bei Menschen des massigen Körperbautyps der Fall, kann aber für alle starken Esser ein Problem sein und betrifft fast jeden, wenn er älter wird, weil die Stoffwechselaktivität mit zunehmenden Alter in der Regel abnimmt, so dass der Körper weniger Kalorien verbraucht. massige Sportler erzielen zwar Muskelzuwachs, tun sich aber konstitutionsbedingt schwer, fettfreie Muskelmasse zu entwickeln. Etwa 20 Prozent aller Kraftsportler leiden an einer Schilddrüsenunterfunktion, die exzessive Fettaufspeicherung zur Folge hat; Unterfunktion der Schilddrüse kann vom Arzt diagnostiziert und behandelt werden.

Der Abbau überschüssigen Fetts ist eine Frage simpler Mathematik – führen Sie weniger Kalorien zu, als Sie brauchen, und der Körper muss Fett verbrennen, um die fehlende Energie zu erzeugen. Eine zu drastische Einschränkung der Nahrungszufuhr kann allerdings verhängnisvolle Nebenwirkungen haben. Wenn Sie nicht genügend Nährstoffe aufnehmen, haben Sie nicht die notwendige Energie, um intensiv zu trainieren, und der Körper ist nicht imstande, Muskeln hoher Gewebequalität zu bilden.

Eine Fastenkur erscheint vielleicht als der schnellste Weg, um Fett loszuwerden. Aber das Verhältnis von Muskelverlust zu Fettverlust beträgt beim Fasten 60:40. Man verliert also mehr Muskelgewebe als Fett.

Die Lösung des Problems ist eine ausgeglichene, kalorienarme Diät, die genügend Eiweiß für Muskelwachstum und genügend Kohlenhydrate zur Energiegewinnung liefert, den Körper aber dennoch zwingt, gespeichertes Körperfett abzubauen. Man muss sich also so ernähren, dass jede Kalorie zählt, nichts essen, was über den Nahrungsbedarf hinausgeht, und versuchen, die Ernährung mit möglichst kalorienarmer Kost sicherzustellen. Der Versuch, Fett sehr schnell loszuwerden, ist besonders ruinös. Nehmen Sie sich also nicht vor, in einem oder zwei Monaten abzunehmen, sondern lassen Sie sich sechs Monate Zeit oder auch ein Jahr. Zwei Jahre, wenn nötig. Je langsamer man Fett abbaut, desto leichter fällt es einem nicht wieder welches anzusetzen.

Wenn Sie Fett verlieren und nicht wieder zunehmen wollen und so vernünftig sind, auf stark gesüßte Limonaden und Desserts zu verzichten -, wird Ihnen das am besten gelingen, wenn Sie die Zufuhr von Nahrungsmitteln einschränken, die viel Fette und Öle enthalten.

Sollten Sie erwägen, die Kohlenhydratzufuhr zu vermindern, um Kalorien zu sparen, müssen Sie bedenken, dass Kohlenhydrate als Energiequelle und als Nährstofflieferanten wichtig sind. Allerdings liegen Kohlenhydrate in verschiedener Form vor: die zusammengesetzten Kohlenhydrate im Gemüse und die einfachen Zucker in Früchten sind für die Ernährung wesentlich wertvoller als alles, was handelsüblichen Zucker enthält. Der Körper reagiert auf Zucker im Organismus, indem er Insulin absondert, um die Verdauung des Zuckers zu unterstutzen. Rohrzucker liegt in so konzentrierter Form vor, einer von der Natur nicht vorgesehenen Form, dass er dem Körper mehr Nahrung vortäuscht, als tatsächlich im Organismus vorhanden ist. Daraufhin wird zuviel Insulin ausgeschüttet, das den Blutzuckerspiegel unter akzeptable Werte absinken lässt, so dass Sie sich vorübergehend in einem hypoglykämischen Zustand befinden – hungrig, niedergeschlagen und reizbar. Denken Sie daran, dass Snacks, Konserven und verarbeitete Lebensmittel meist sehr viel Zucker enthalten.