Schlechte Gene, gute Gene
So wie jeder Mensch verschieden ist, so verschieden sind auch die Gene, die jeder einzelne von uns, sozusagen mit in die Wiege gelegt bekommen hat. Gerade hinsichtlich der Veranlagung zum Körpergewicht, ist jeder Mensch unterschiedlich programmiert. Von Geburt an entscheidet sich bereits, in welchem Maße der einzelne gute und zugleich schlechte Gene erhält. Diese Veranlagung wird von den Eltern auf den Nachwuchs übertragen und so kommt es, daß einige Menschen scheinbar einen ganzen Satz ungünstiger Gene geerbt haben, die sie schon in jungen Jahren dick werden lassen, oft kommen dann noch Erkrankungen wie Diabetes, oder aber zu hohe Blutfette, hoher Blutdruck usw. hinzu. Das Sprichwort “Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm”, hat hier sicherlich seine tiefgreifende Bedeutung. Gerade Frauen fällt es besonders schwer, das Körpergewicht z.B. nach einer Geburt zu reduzieren und mit zunehmendem Alter, meist ab dem 40. Lebensjahr kommen dann noch hormonelle Veränderungen hinzu, die den Stoffwechsel zusätzlich verlangsamen.
Die menschlichen Gene bestimmen auch die Zahl der Fettzellen(Adipozyten), die bei einem Normalgewichtigen bei ca. 30 Milliarden liegen. Erhöht sich fortlaufend das Körpergewicht, so kann sich die Anzahl der Fettzellen nahezu verdreifachen, wobei die Größe der einzelnen Fettzellen ebenfalls zunimmt. Neben der Ernährung bzw. den Essgewohnheiten sind es natürlich auch die Gene des einzelnen, die auf diesen Prozeß einwirken, weshalb der eine schneller zunimmt, der andere weniger und der nächste nahezu bei ein und dem selben Gewicht bleibt. Ähnlich wie ein Schwamm, speichern die Fettzellen nahezu alles, was durch die Nahrung an Überschuß im Körper anfällt und einmal gespeichert, geben die Fettzellen diesen Vorrat so schnell nicht wieder her. Hinzu kommt wie schon erwähnt die Tatsache, daß die eigentliche Nahrung mehr und mehr mit Genußmitteln ergänzt wird, die dann in kleinster Menge einen Überschuß an Kohlenhydraten und natürlich an Fetten liefern. Kohlenhydrate brauchen für die Verwertung im Körper, also für die Aufnahme in die Zellen das Hormon Insulin. Insulin ist jedoch auch maßgeblich an der Einlagerung der Fette in die Fettzellen beteiligt. Insulin und auch das Stresshormon Cortisol, aktivieren die Lipoprotein-Lipase(LPL). LPL ist ein Enzym und entscheidet, wie viel Fettsäuren in die Speicher zellen wandern. Neben den Fetten spielt deshalb auch die Menge und die Qualität der Kohlenhydrate eine wichtige Rolle, will man den Fettzellen an den Kragen.





